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Telefonseelsorge informiert sich über Hilfen für Familien

Probleme in der Familie - wer kennt sie nicht! Aber manchmal wachsen einem die Probleme über den Kopf. Alleine kommt man mit ihnen nicht mehr klar und auch Freunde und Verwandte sind mit ihrem Latein am Ende. Dann kann ein Blick von außen weiter helfen. Jemand der unbeteiligt ist kann den Streit anders wahrnehmen und manches anders ansprechen. Eltern, Kinder und Jugendliche wenden sich darum mit ihren Sorgen und Nöten auch an die Telefonseelsorge. Im vergangenen Jahr ging es in  1.590 Gesprächen um Familienkonflikte. Eltern leiden, weil sie spüren, wie ihnen ihr pubertierendes Kind mehr und mehr entgleitet und in eine Richtung abgleitet, die ihnen Angst macht. Jugendliche rufen z.B. an, weil es ihnen stinkt, von den Alten permanent gegängelt zu werden. Sie finden bei den Eltern nicht das Verständnis, das sie brauchen. Kinder leiden unter dem Streit der Eltern oder der (drohenden) Trennung. Eltern fühlen sich überfordert durch ihr „schwieriges“ Kind.
In manchen Gesprächen geht es auch um die Erfahrung von Gewalt. Kinder und Jugendliche erzählen, dass sie zu Hause verprügelt werden und nicht wissen, wo sie Schutz finden können. Aber auch Frauen rufen an, weil sie vom Ehemann, oder dem Sohn geschlagen werden. Gerade solche Erfahrungen sind im Schutze der Anonymität leichter auszusprechen.
In dieser ganzen Bandbreite werden die ehrenamtlichen Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger mit Familienstreitigkeiten konfrontiert. Häufig hilft es schon, dass Anrufende erleben: Jetzt hört mir jemand wirklich zu, versucht mich zu verstehen, akzeptiert mich, denkt mit und hilft mir mein heilloses Durcheinander zu sortieren. Das ist sicherlich die „erste Hilfe“ am Telefon. Aber darüber hinaus informieren die Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger auch über weitere spezielle Hilfsmöglichkeiten. Sie kennen sich aus im sozialen Hilfe-Netz und überlegen mit dem Anrufenden gemeinsam, wo und wie es weiter gehen könnte. Um kompetent beraten zu können, informieren sich die Mitarbeitenden aus erster Hand über die wichtigsten Hilfeeinrichtungen.

Am 14. Mai haben Herr Selle, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, und Frau Schulze-Entrup, Leiterin der Abteilung Erziehungshilfen/Soziale Dienste, die vielfältigen Aufgaben und Dienstleitungen ihrer Einrichtung vorgestellt. In der anschließenden lebhaften Diskussion ging es um viele Fragestellungen, mit denen die Beraterinnen und Berater am Telefon konfrontiert werden.


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